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Ein Jahrundertprojekt

Wie jede Orgel dient die neue Regensburger Domorgel in erster Linie der Feier der Liturgie, die in der Kathedrale vorbildhaft sein soll: für das Orgelspiel im Gottesdienst sollen dem Organisten viele Klangfarben zur Verfügung stehen. Und natürlich ermöglicht die neue Domorgel die adäquate Realisierung der großen Orgelwerke, die im 19. und 20. Jahrhundert für die bedeutenden Kathedralen geschaffen wurden.

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In Zusammenarbeit zwischen dem Staatlichen Bauamt Regensburg als Vertreter des Eigentümers, dem Domkapitel als Bauherrn und den Vertretern der Dommusik entschied man sich, die Orgel vor der fast fensterlosen Wand des Nordquerhauses aufzuhängen, da sie genügend Fläche für ein adäquates Instrument bietet. Die dadurch fast zentrale Positionierung des Instruments im Dom (das Langhaus des Regensburger Domes ist nicht sehr lang! ), die geringe Tiefe der Querhäuser und die beinahe „wandlose” gotische Architektur gewährleisten eine sehr gute Ausbreitung des Klangs und eine erstaunliche klangliche Transparenz. Alle Werke der Orgel sind über- und nebeneinander um den zentral positionierten Spieltisch angeordnet: das ermöglicht einerseits einen schlanken Orgelkorpus und eine optimale Klangabstrahlung, andererseits kurze Trakturwege und ein ausgewogenes Klangbild der fünf Teilwerke für den Organisten. Der zweite Spieltisch im Chorraum ist nötig, um allen musikalischen Anforderungen in der Liturgie gerecht werden zu können (besonders die Begleitung des Chores und der Gemeinde). Haupt- und Chororgel können von beiden Spieltischen aus angespielt werden.

Die erste große Orgel im Regensburger Dom ist ein modernes Instrument des 21. Jahrhunderts, das für die Anforderungen der Liturgie einer Kathedrale und die Realisierung geistlicher Konzerte mit den großen (und kleinen) Werken der Orgelliteratur gebaut wurde. Sie ist ein Instrument, das vielfältigste klangliche Möglichkeiten bietet und auf unterschiedlichste Weise charakteristisch werden kann. Sie fügt sich behutsam in den bedeutenden gotischen Kathedralraum ein und präsentiert sich zugleich selbstbewusst als Zeugnis unserer Zeit. Schließlich zeigt das Instrument, dass und wie es in heutiger Zeit möglich ist, komplexe technische, architektonische, denkmalpflegerische, künstlerische und musikalische Fragestellungen im vertrauensvollen Zusammenwirken der verschiedenen Institutionen zu lösen.

Prof. Franz Josef Stoiber
Domorganist

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